Was testen bei ...

Was testen bei Haarausfall?

Eine Checkliste für das Arztgespräch bei Haarausfall, mit Fokus auf Eisenstatus, Schilddrüse, Versorgung, Hormone, Medikamente und Kontext.

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Haarausfall hat viele Formen und nicht jede Form ist ein Blutwert-Thema.

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Bei diffusem Haarausfall werden Eisenstatus, Schilddrüse, B12/Folat, Vitamin D, Zink und Hormone häufig diskutiert.

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Ferritin kann im Referenzbereich liegen und trotzdem im Kontext von Haarausfall, Müdigkeit oder starken Blutungen als nicht optimal besprochen werden.

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Eine starre Ferritin-Zahl gilt nicht für alle; CRP, Blutbild, Transferrinsättigung und Beschwerden gehören dazu.

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TSH allein reicht nicht immer, wenn Beschwerden, Verlauf oder Antikörper-Kontext auffällig sind.

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Androgene, SHBG, DHEA-S und Prolaktin können bei Akne, Zyklus, PCOS-Kontext oder Libido-Fragen wichtig werden.

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Hormonpräparate, Verhütung, Antidepressiva, Schilddrüsenmedikation und neue Medikamente gehören in die Anamnese.

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Zink und Vitamin D sind keine Haarwuchs-Schalter.

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Supplemente sollten nicht ohne Werte, Verlauf und Risiken gestapelt werden.

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Gute Einordnung heißt: Muster erkennen, nicht einen einzelnen Wert jagen.

Gute Sätze für dein Gespräch

  • Ist der Haarausfall diffus, kreisrund, schubweise oder eher Geheimratsecken/Scheitel?
  • Gab es Infekt, Geburt, Gewichtsverlust, Diät, Stress, Medikamentenwechsel oder Hormonumstellung?
  • Wurde Ferritin zusammen mit CRP und Transferrinsättigung gelesen?
  • Sind Schilddrüse und Androgene passend zur Beschwerde geprüft?

In range heißt nicht fertig

Gerade bei Ferritin ist 'in range' nicht automatisch die ganze Antwort. Bei Haarausfall zählt der Kontext aus Beschwerden, Blutbild, Entzündung, Blutverlust, Zyklus und Verlauf.

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Bitte nicht abwarten bei

  • plötzlicher kreisrunder Haarausfall
  • entzündete, schuppende oder schmerzende Kopfhaut
  • starke Blutungen oder Anämiezeichen
  • rasche Vermännlichungszeichen wie tiefe Stimme oder stark zunehmende Behaarung

Quellenbasis

Diese Checkliste nutzt offizielle Gesundheitsinformationen und Leitlinien. Sie ersetzt keine ärztliche Diagnose und enthält keine Therapie- oder Supplement-Dosierung.